Hysterikon

Hysterikon
Schauspiel von Ingrid Lausund

Dieses Stück erzählt das Leben. Eingerahmt in die Kulisse eines modernen Supermarkts erweist sich der Spielraum der auftretenden Figuren als aufs Äußerste begrenzt. Dennoch (oder gerade deshalb) artikulieren sich in ihm alle grundlegenden Fragen und Probleme der Zwischenmenschlichkeit. Zuneigung trifft auf Abneigung, Freiheit auf Fremdbestimmung, Liebe auf Angst, Freude auf Trauer und Hoffnung auf Verzweiflung. Und über allem thront dabei die letzte Instanz der Bilanzierung – der Kassierer als die ultimative Personifikation der Abrechnung. Er behält die Customer Journey aufmerksam im Visier. Hin und wieder geht er in den Köpfen der namenlosen Kund:innen und Klienten spazieren, mal fungiert er auch als Therapeut.
„Hysterikon“ ist eine bunte Szenenfolge, die von Menschen, mit teils grotesken Profilneurosen, von gescheiterten und beginnenden Beziehungen sowie von tragikomischen Schicksalen erzählt.

Aufführungen:

15. Juli 2007Saal der ESG Braunschweig
16. Juli 2007Saal der ESG Braunschweig
Der Eintritt erfolgte auf Spendenbasis.

Besetzung:

Der KassiererThomas Deppermann
Der alte Mann mit dem FotoalbumGregor Steinhagen
Das ausländische Mädchen,
vielleicht eine Griechin
Andrea Weiss
Der junge Mann, der das Mädchen
fast gefragt hätte
Der Mann in Armani
Der Mann, der im Supermarkt therapiert wird
Der Mann, der Frigitte
beim Aufwachen zusehen darf
Dominik Gehling
Die Frau, die noch genug Schlaftabletten hat
Die Frau, die zufällig beobachtet, wie
Die Frau in der Tiefkühltruhe… „Frigitte“
Christina Kant
Der Mann bei den Kaffeekannen
Der Mann, der für seine Freundin
eben Obstquark holen muss
Der Mann, der Schwefelsäure,
Draht und eine Eisenstange kauft
Der Mann, der als Kind die Heiligenbildchen gekauft hat
Alexander Hauk
Die Frau mit der Jutetasche
Die Frau in Gucci
Die Frau, die an der Kasse
keinen mehr vorbeilässt
Das Mädchen mit der lauten Jacke
Anna Daßler

SouffleuseKerstin Rosenkranz
PlakatAnna Daßler
Fotos© Das RundLabor
© Klaus Meyer